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  #581 (permalink)  
Old 08-17-2008, 09:27:39 PM
liakada's Avatar
USA-Profi
 
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Originally Posted by Nueddel View Post

Ich finde auch, dass viele Deutsche häufig ziemlich judgemental sind und Unbekanntes eher verurteilen, als sich darauf einzulassen.
stimmt, die Deutschen sind eher von Natur aus skeptisch. Erst mal misstrauisch sein gegenüber dem, was man nicht kennt. Das ist ein guter Pluspunkt für USA. Hier ist anders meistens erstmal interessant.
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  #582 (permalink)  
Old 08-17-2008, 10:28:39 PM
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Fernsehwerbung seltener und dafür länger > kann man besser umschalten ohne was zu verpassen oder für Klopausen nutzen
Dafuer gibts DVR, da kannst LIVE TV Pausen.
Da sparst dir die Werbung schauen.

Quote:
schlechte Qualität der Wohnungen oder horrende Preise
Kommt drauf an wo man lebt.
Wenn du in Ghetto Town wohnst, weil du an Miete sparen willst, sparst du auch an Lebensqualitaet.

Quote:
Kriminalität
Gibts in D genauso.
Oder hast du vergessen, wo Senioren von Auslaendern auf der Strasse fast oder zu Tode gepruegelt worden waren.

Quote:
viele Chaoten im Straßenverkehr
Gibts genuende in D, wie in den vielen Grosstaedten Amerikas.

Quote:
Was mich hier in USA oft aufregt, ist die Maßlosigkeit, mit der viele Dinge betrieben werden. Das ist wohl das, was die Menschen hier als die berühmte grenzenlose Freiheit betrachten: So viel essen wie man kann. Überall mit dem Auto hinfahren, weil man es kann. Tonnen von Ausrüstung mit an den Strand schleppen, weil man halt so viel ins große Auto packen kann.
Ja und?
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  #583 (permalink)  
Old 08-18-2008, 02:53:52 AM
hinundher's Avatar
USA-Fanatiker
 
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Also Ich denke mal jedes Land hat seine Vorteile/Nachteile. In den USA finde ich die Vorteile ueberwiegend, weil die zu mir und meinem Lebenstil einfach besser passen. Was mir am besten gefaellt ist die schnelle Handlungsfaehigkeit - da wird nicht viel gezoegert wenn eine Entscheidung getroffen ist, es wird gehandelt. Im normalen Business finde ich sowas prima. Ich finde auch nicht das es so schlimm ausgepraegt ist mit der falschen Freundlichkeit. Beim Shoppen oder so finde ich das sogar angenehm. Ich werde hir in D schon oft bloed angeschaut wenn ich jemanden einen schoenen Tag wuensche. Das ist nicht falsch von mir, ich hoffe ja nur das die Leute einen schoenen Tag haben werden. Aber wie gesagt, werde ich oft bloed dafuer angeschaut. Ein laecheln zu viel und mir kommts dann so vor als ob Leute meinen Ich wolle was von denenen. Geht es anderen auch so?

Ich mag auch vieles and Deutschland, die Sauberkeit vor allem und das sehr viel so geregelt ist. Andersum gibt mir das auch das Gefuehl eingeschraenkt zu sein. So ist das eben, ich weiss ich kann nicht alles haben. Also muss ich dort leben wo es mir am besten Gefaellt im Alltag, und das ist die USA.

Ds haelt mich aber trotzdem nicht davon ab, noch hier ein Jahr das zu geniessen was ich all die Jahre vermisst habe, und es haelt mich auch nicht davon ab in Zukunft wieder nach D zu Besuch zu kommen, so oft es geht.
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  #584 (permalink)  
Old 08-18-2008, 03:54:18 AM
Lucie1402's Avatar
USA-Fanatiker
 
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Hallo liakada,

ich stimme Dir in vielen Punkten zu und möchte einige noch ergänzen.

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Originally Posted by liakada View Post
Hier meine Vor- bzw. Nachteile beider Länder. (nur meine persönlichen Präferenzen stark verallgemeinert, keine vollständige Aufstellung aller Aspekte)

Pro USA:
  • bessere Radiosender
  • man kommt schnell in Kontakt mit Leuten
  • Offenheit und Unkompliziertheit der Leute (zumindest äußerlich)
  • die Weite des Landes und mehr Platz zum Leben
  • weniger Stress im Alltag, z.B. bei der Parkplatzsuche, einkaufen usw.
  • Dr. Pepper
  • tolle Landschaften
  • viele Outdoormöglichkeiten
Contra USA:
  • Kriminalität
  • schlechte Qualität der Wohnungen oder horrende Preise
  • lahme und schlecht funktionierende Bürokratie
  • schwer einzuschätzen ob hinter oberflächlicher Freundlichkeit auch aufrichtige Sympathie steckt
  • Kulturelle Vielfalt ist weitgehend Mythos / relativ starke Segregation nach Wohngebieten u. Lebensstilen
  • weite Strecken
  • wenig soziale Absicherung
Pro Deutschland:
  • Fernsehwerbung seltener und dafür länger > kann man besser umschalten ohne was zu verpassen oder für Klopausen nutzen
  • soziale Absicherung
  • mehr räumliche Freiheit
  • aufrichtige Freundlichkeit und ehrliche Abneigung der Menschen
  • mehr Maßregelung bei Konsum, Essen, im Alltag
Contra Deutschland
  • viele Pessimisten
  • Engstirnigkeit
  • Unfreundlichkeit/Anstandslosigkeit der Menschen. In D hält einem keiner die Tür auf oder sagt "excuse me" wenn man angerempelt wird...
Im Gegensatz zu Dir fühle ich mich in D aber mehr eingeschränkt als in den USA. Nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Bereich. Ich lebe zurzeit in NRW und ich finde, dass hier zuviele Menschen dicht an dicht leben. Die Häuser hier sind sehr überteuert und für viel Geld bekommt man nur ein winziges Haus mit Mini-Garten, dass man dann sein Leben lang abzahlt.
In den USA sind in den Ballungsgebieten die Häuser zwar auch sehr teuer, aber trotzdem nicht so teuer wie bei uns. Außerdem sind in den USA in meisten Fällen auch die Grundstücke größer.
Es gibt außerdem in den USA immer noch Gebiete, wo wirklich keine Menschen leben.
Zum Thema Kriminalität stimme ich auch nicht mit Dir überein. Es gibt auch in den USA Städte wo man nachts alleine auf der Straße laufen kann. In D wird es außerdem immer krimineller.

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Originally Posted by liakada View Post
Was mich hier in USA oft aufregt, ist die Maßlosigkeit, mit der viele Dinge betrieben werden. Das ist wohl das, was die Menschen hier als die berühmte grenzenlose Freiheit betrachten: So viel essen wie man kann. Überall mit dem Auto hinfahren, weil man es kann. Tonnen von Ausrüstung mit an den Strand schleppen, weil man halt so viel ins große Auto packen kann. Mich erinnert das immer an diesen einen schlechten Witz: Warum leckt der Hund seine Eier? Weil er´s kann.
Meiner persönlichen Meinung nach, muss man nicht alles tun, was man kann. Manchmal ist es eher angebracht, sich bewusst für weniger zu entscheiden, als man haben könnte.
Bei diesem Thema gebe ich Dir Recht. Das nervt mich auch. Ich habe eine Weile in CO gelebt und hier fand ich es immer besonders schlimm, dass die Menschen zum Wandern nicht wegen des Wanderns, sondern um ihre Ausrüstung zu präsentieren, in die Berge gefahren sind. Ich habe es auch oft erlebt, dass wenn man bei Amerikanern zu Besuch ist, dass sie gerne Ihr Haus mit all seinen "Extras" präsentieren. In D würde man das als "Angeberei" abtun. Auch das mangelnde Verständnis für Umweltschutz treibt mich manchmal auf die Palme. In den USA landet wirklich alles im Müll. Meine Schwiegermutter "entsorgt" sogar ihre alten Tabletten in der Toilette.
Auch in Sachen "gesunder Ernährung" sind die Amis noch weit hinter den Europäern.

Naja, das sind jedenfalls meine Erfahrungen und natürlich sind auch nicht alle Amis so.

Insgesamt fühle ich mich in beiden Ländern wohl, da ich mich auf die jeweiligen Vorteile konzentriere. Trotzdem möchte ich lieber in den USA leben, weil mir die Unflexibilität der D und die Enge hier nervt. In den USA habe ich mehr persönliche Freiheiten als in D. Hier gibt es für alles eine Regulierung und zuviele Verbote.
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08/2003 Arkansas
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  #585 (permalink)  
Old 08-18-2008, 04:10:13 AM
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Schneeanbeterin
 
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Originally Posted by ToThePoint View Post
Ich will Dir ja nicht zu nahe treten... hat das nicht eher was mit Deinem (ehemaligen) Umfeld in D zu tun, als D selbst?
Wenn das generell der Fall waere, gaeb's ja in D bspw. keine Volkshochschulen. Alas... wo ich aufgewachsen bin, sind die Kurse immer proppenvoll mit Leuten aller (Erwachsenen-)Altersgruppen.
Da muss ich mal TothePoint zustimmen

Viele Unis bieten ja auch Senioren-Studiengänge an, die oft auch ausgebucht sind. Meine Mutter hat dort mal Philosophie belegt und einige andere Bekannte von ihr gehen auch regelmäßig dort hin. Negative Stimmung bez. des Themas wurde deswegen noch nicht geäußert. Ich denke auch, dass es die individuelle persönliche Umgebung ist, die es (leider) negativ bewertet
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Originally Posted by liakada View Post

Dazu kurz ein paar Erläuterungen. Zum Thema Freiheit muss ich sagen, dass ich mich in den USA mehr eingeschränkt fühle als in Deutschland.
Dito. Ich war erstaunt, wofür es in den USA überhaupt Regelungen gibt. Aber das ist wirklich ein persönliches Gefühl und viele verstehen das nicht. Umgekehrt gibt es natürlich deutsche Regelungen, die in den USA auf herzhaftes Lachen stoßen. Jeder weiß halt am besten, wo er sich "freier" fühlt und das ist bei mir ohne Zweifel D
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  #586 (permalink)  
Old 08-18-2008, 06:45:23 AM
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Originally Posted by Lucie1402 View Post
Hallo liakada,

ich stimme Dir in vielen Punkten zu und möchte einige noch ergänzen.

Im Gegensatz zu Dir fühle ich mich in D aber mehr eingeschränkt als in den USA. Nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Bereich. Ich lebe zurzeit in NRW und ich finde, dass hier zuviele Menschen dicht an dicht leben. Die Häuser hier sind sehr überteuert und für viel Geld bekommt man nur ein winziges Haus mit Mini-Garten, dass man dann sein Leben lang abzahlt.
In den USA sind in den Ballungsgebieten die Häuser zwar auch sehr teuer, aber trotzdem nicht so teuer wie bei uns. Außerdem sind in den USA in meisten Fällen auch die Grundstücke größer.
Es gibt außerdem in den USA immer noch Gebiete, wo wirklich keine Menschen leben.
Zum Thema Kriminalität stimme ich auch nicht mit Dir überein. Es gibt auch in den USA Städte wo man nachts alleine auf der Straße laufen kann. In D wird es außerdem immer krimineller.



Bei diesem Thema gebe ich Dir Recht. Das nervt mich auch. Ich habe eine Weile in CO gelebt und hier fand ich es immer besonders schlimm, dass die Menschen zum Wandern nicht wegen des Wanderns, sondern um ihre Ausrüstung zu präsentieren, in die Berge gefahren sind. Ich habe es auch oft erlebt, dass wenn man bei Amerikanern zu Besuch ist, dass sie gerne Ihr Haus mit all seinen "Extras" präsentieren. In D würde man das als "Angeberei" abtun. Auch das mangelnde Verständnis für Umweltschutz treibt mich manchmal auf die Palme. In den USA landet wirklich alles im Müll. Meine Schwiegermutter "entsorgt" sogar ihre alten Tabletten in der Toilette.
Auch in Sachen "gesunder Ernährung" sind die Amis noch weit hinter den Europäern.

Naja, das sind jedenfalls meine Erfahrungen und natürlich sind auch nicht alle Amis so.

Insgesamt fühle ich mich in beiden Ländern wohl, da ich mich auf die jeweiligen Vorteile konzentriere. Trotzdem möchte ich lieber in den USA leben, weil mir die Unflexibilität der D und die Enge hier nervt. In den USA habe ich mehr persönliche Freiheiten als in D. Hier gibt es für alles eine Regulierung und zuviele Verbote.
Meine Mutter hat immer ihre Essensreste und andere Reste die Toilette hinunter gespuelt. Auch Medikamente usw. Dafuer hauen es die Leute hier in den Guss und es geht abwaerts. Ich mache beides nicht, und machte es hier und drueben nicht.
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  #587 (permalink)  
Old 08-18-2008, 07:01:37 AM
Departed - voluntarily ...
 
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Wir erlebten letzte Woche das amerikanische Krankenhaussystem live.
Ich brachte meinen Mann zu einer walk in clinik da wir keinen Hausarzt haben, die meinten Leistenbruch, muss operiert werden, sollen zu einen Chirurgen gehen.
Die gaben uns eine Liste, also gingen wir zu einen der in unserer "Providerliste"ist und von denen vorgeschlagen wurde.
Bei dem Papiere in Massen ausfuellen, gleich Copay und so weiter zahlen, war ueber 400 Dollar. Dann wurde Termin fuers Krankenhaus ausgemacht, OP auf outpatient basis, und da meinte die Gute, oh you have to pay 15 Prozent Eigentanteil. Na toll. Ich zahle Basic-Insurance, fuer uns beide.
Also Donnerstag zum Krankenhaus und anmelden, noch mehr Papiere in Massen ausfuellen, dann zum Einchecken fuer den naechsten Tag, Blutbild, Urin usw.
Freitag um 1/2 6 ins Krankenhaus, eingecheckt, da waren dann Papiere schon da, bekam sein Handband und ab auf die Station, dort wurde mir gesagt, vor prep 1 Stunde, ich ging wieder nach Hause, wurde um 1/2 10 angerufen vom Arzt, OP gut verlaufen, er ist im Aufwachraum, soll mir keine Gedanken machen, kann ihn in 1 Std abholen. 1/2 Std spaeter laeutet wieder das Telefon, Krankenschwester vom Aufwachraum, ihm geht es sehr gut, kann in 1 Stunde kommen. Aber soll warten bis ich angerufen werde.
1/2 Std spaeter Anruf ich soll kommen ,es geht besser als erwartet, ich stand schon in der Tuer, die KS fing das Lachen an.
War dann nochmals 1 Std bis sie mit ihm fertig waren, Anweisungen gaben und uns heimschickten mit Rezept usw.
Fuhr dann zum Arzt um Papiere fuer seine Firma zu holen. FMLA-Schutz, wenn jemand wissen will was das ist, hoechstens zu empfehlen.
U.S. Department of Labor - Employment Standards Administration (ESA) - Wage and Hour Division (WHD) - Family and Medical Leave Act
Dann Rezept eingeloest-Schmerzmittel.
Arzt rief an fragte nach wie es ihm geht und Termin wurde auf 10 Tage spaeter gemacht, zum Nachsehen.
Fazit, in D. haette ich nie soviel zahlen muessen. Mir wurde auch gesagt das in D. man 5 Tage im Krankenhaus mit Leistenbruch behalten wird. Hier wird man dafuer auf outpatient basis behandelt. Und ich haette diese Lauferei nicht. Auch haette ich diese massen von Papieren nicht zum Ausfuellen. Dazu kommt das er 6 Wochen lang nicht arbeiten kann, und 4 davon unbezahlter Urlaub sind, weil er nicht genuegend Urlaub hat.
In D. waere das nicht so. Es ist wohl einfacher krank zu sein in Deutschland als in USA. Mir wurde danach gesagt ich haette eine shortterm liability insurance haben sollen, die haette den Lohnausfall aufgefangen, tja erstens rechneten wir nicht mit sowas und zweitens wussten wir nicht das es das gibt.
Aber wir ueberlegen jetzt da es bald Herbst ist, meine Krankenversicherung zu aendern, mal sehen was die bieten. Das brauchte ich in D. auch nicht, immer nachlesen, nachsuchen usw.
Da wir nie krank waren ueber die Jahre brauchten wir auch keinen Hausarzt, wird wohl Zeit einen zu finden.

Aber wie gesagt, es ist einfacher krank zu sein in D..:
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  #588 (permalink)  
Old 08-18-2008, 08:19:15 AM
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Originally Posted by Inge_je View Post
Da wir nie krank waren ueber die Jahre brauchten wir auch keinen Hausarzt, wird wohl Zeit einen zu finden.
Ich hatte meine Insurance, erster Termin beim Hausarzt war schon ausgemacht, als ich in die Walk-In Clinic musste. Ich konnte halt mit meiner Infektion nicht 1,5 Monate bis zu meinem Hausarzt Termin warten. Und ein frueherer Termin war auch nicht drin "Nichts frei... neue Patientin.. gehen Sie zum ER".
Naja, den ER hab ich mir gespart, ich lag ja nicht im Sterben, Walk-In tat's da auch.

Also war ich im KH, die haben nichts gefunden, aber ein paar Wochen spaeter kam dann der Brief: Meine Versicherung weigerte sich zu bezahlen, weil ich im System offiziell noch keinen Hausarzt gewaehlt hatte. Hatte ich schon, aber bevor ich da einen Termin gehabt hatte, war ich noch nicht offiziell Patientin. Also mit der Versicherung telefoniert, der nette Mann vom Customer Service hat mein PCP starting date zurueck verlegt, und ich bin voller Erleichterung zum PCP um mir das referral zu holen.
Aber zu frueh gefreut! Mein PCP hat sich dann quer gestellt. Ich haette noch keinen Termin bei denen gehabt, wenn sie mir jetzt ein referral ausstellen wuerden, koennten sie Probleme mit meiner Versicherung bekommen. Und die hatten mir geraten in den ER zu gehen, obwohl sie anscheinend wussten, dass meine Versicherung keinen cent dafuer zahlen wuerde! Man stelle sich vor, ich haette das gemacht!

Ich hab dann HR um Rat gefragt und man sagte mir, ich solle meiner Versicherung die Ohren voll heulen. Oft wuerden die eine one time exception machen. Hat dann auch geklappt, wenn auch die Versicherungsfrau weniger als freundlich war und schnippisch meinte, ich solle mir doch bitte schnellstmoeglich einen Termin bei meinem PCP besorgen (HAHAHA!).

Naja, zwei Tage nach dem Telefonat mit der Versicherung und 1,5 Monate nachdem man in der Clinic nichts gefunden hatte, hatte ich dann meinen PCP Termin. Die Symptome waren immer noch da und innerhalb von 5 Minuten hatte mein PCP eine Bakterieninfektion diagnostiziert. Haette ich auch gleich bis zu dem Termin warten koennen.
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  #589 (permalink)  
Old 08-18-2008, 08:32:38 AM
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Mein Gott bei diesen Geschichten bekommt man ja Angst vor dem US-Gesundheitssystem. Meine Schwiegermutter weint mir auch immer die Ohren voll, dass sie im Monat 500-600 Dollar für Ihre Versicherung und Medikamente zahlt (ich muss dazu sagen, dass sie schwere Diabetikerin ist).

@Inge & Blinky: Welche Versicherung würdet ihr denn empfehlen und mit welchen Kosten muss man rechnen??
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  #590 (permalink)  
Old 08-18-2008, 08:41:07 AM
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Ich bin bei Blue Cross Blue Shield of MA, und an sich ist es auch keine schlechte Versicherung, wenn man denn einen PCP gewaehlt hat.

Ich bin ueber meinen AG versichert, der die Kosten komplett uebernimmt. Ich weiss aber, dass meine Versicherung ca. $500 im Monat kostet.
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  #591 (permalink)  
Old 08-18-2008, 08:44:17 AM
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Originally Posted by Inge_je View Post
Da wir nie krank waren ueber die Jahre brauchten wir auch keinen Hausarzt, wird wohl Zeit einen zu finden.
Gute Besserung an deinen Mann!

Aber wieso keinen Hausarzt? Lasst ihr keine jaehrlichen check-ups machen?
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  #592 (permalink)  
Old 08-18-2008, 08:46:20 AM
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Originally Posted by Lucie1402 View Post
Mein Gott bei diesen Geschichten bekommt man ja Angst vor dem US-Gesundheitssystem.
Ja, ist ziemlich im Eimer, ausser Du hast ein dick gepolstertes Konto. Falls nicht, musst Du die "Spielregeln" vorher abchecken (siehe blinky's Erfahrung)
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  #593 (permalink)  
Old 08-18-2008, 09:17:50 AM
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Originally Posted by blinky View Post
Ich bin bei Blue Cross Blue Shield of MA, und an sich ist es auch keine schlechte Versicherung, wenn man denn einen PCP gewaehlt hat.

Ich bin ueber meinen AG versichert, der die Kosten komplett uebernimmt. Ich weiss aber, dass meine Versicherung ca. $500 im Monat kostet.
Must Du denn noch etwas dazu zahlen, wenn Du mal zum Arzt gehst (also mit oder ohne Eigenleistung)??
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  #594 (permalink)  
Old 08-18-2008, 09:21:56 AM
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Originally Posted by solaris View Post
Kommt drauf an wo man lebt.
Wenn du in Ghetto Town wohnst, weil du an Miete sparen willst, sparst du auch an Lebensqualitaet.

Kriminalität
Gibts in D genauso.
Oder hast du vergessen, wo Senioren von Auslaendern auf der Strasse fast oder zu Tode gepruegelt worden waren.
Naja, also du musst schon zugeben, dass die Kriminalität in USA noch in einer ganz anderen Liga abläuft, als in D. Einzelne Vorfälle wie die U-Bahn Prügler sind in D noch eine Meldung in der Tagesschau wert, während hier drei solcher Meldungen täglich in den lokalen News gebracht werden. Wollten die alle schwereren Verbrechen in den Hauptnews zeigen, wären sie übermorgen noch bei vorgestern.
Selbst hier in meiner gar so ruhigen und wohlständigen Suburb passieren tagtäglich Dinge, die es in den mittlegroßen deutschen Städten, in denen ich gewohnt habe vielleicht 5mal im Jahr gab. Da muss man nur die Zeitungsmeldungen vergleichen. Wo hier wöchentlich mehrere Einbrüche, bewaffnete Überfälle usw. gemeldet werden, gab es in D in der lokalen Zeitung nur Meldungen über Fahrzeuge, die einen Kratzer in anderen Autos hinterlassen haben und "Fahrerflucht" begangen haben.

Genau das meine ich ja: Hier kann ich entweder nur in Ghetto Town leben oder in anderen Wohngebieten, in denen es dann gleich teuer wird. In Deutschland konnte ich in mittleren bis Sozialhilfe-Wohngebieten sorgenfrei und günstig leben, ohne dass meine Lebensqualität eingeschränkt war.
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  #595 (permalink)  
Old 08-18-2008, 09:34:12 AM
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Originally Posted by liakada View Post
Naja, also du musst schon zugeben, dass die Kriminalität in USA noch in einer ganz anderen Liga abläuft, als in D.
Vor ein paar Jahren hat ein Reporter einer hiesigen Tageszeitung einmal ein Sabbatical in Berlin gemacht, und da er Kriminalreporter war, hat er Vergleiche gezogen!

Einwohnermaessig haben wir hier in der Greater Met Area etwa die gleiche Grosse wir Berlin, und unsere Ecke hier gilt nach amerikanischen Verhaeltnissen eigentlich als Low Crime.

Er hat die Anzahl an Toetungsdeliketen verglichen und erreichte hier schon im Maerz die Gesammtjahresanzahl von Berlin. Am Jahresende gab es hier so viele Toetungsdelikte wie in ganz Deutschland zusammen! Es gibt schon einen Grund, warum Amerika immer als ein gefaehrliches Land angesehen wird!

Zu sagen, dass es in Deutschland ja auch Kriminalitaet gibt, ist muessig, da auf dem Gebiet zwischen den beiden Laendern ueberhaupt keine Vergleichsrelation besteht!
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  #596 (permalink)  
Old 08-18-2008, 09:44:28 AM
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Originally Posted by sevil View Post
Gute Besserung an deinen Mann!

Aber wieso keinen Hausarzt? Lasst ihr keine jaehrlichen check-ups machen?
Frauenaerztin habe ich. Die macht die jaehrliche.
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  #597 (permalink)  
Old 08-18-2008, 09:53:48 AM
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Originally Posted by Inge_je View Post
Frauenaerztin habe ich. Die macht die jaehrliche.
Ich meine nicht die Frauenarztlichen untersuchungen sondern ganz normales check-up, bloodwork und so. Nennt man bei uns Physical. Die Frauenaerztlichen nennt man "Well women"

Naja, jedenfalls gehen wir jedes Jahr zum Physical, da wird Blut abgenommen und ins Labor geschickt, es wird alles abgetastet und dann werden solche klebedinger angeschlossen um das Herz zu pruefen. Bei dem Bluttest sieht man ja auch schon sehr viel und jeh nachdem wird man weiter geschickt.
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  #598 (permalink)  
Old 08-18-2008, 01:07:50 PM
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Also unsere Essenreste gehen auch die Spuele runter, wir habne einen *garbage - disposal*.
Hier bei unserer Hitze brauchst kein Essenreste in den Muell schmeissen.
Da hast bald Fliegen, und was der Kuckuck was.
Deswegen haben wir den Insinkerator.
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  #599 (permalink)  
Old 08-18-2008, 01:11:12 PM
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Originally Posted by Lucie1402 View Post
Must Du denn noch etwas dazu zahlen, wenn Du mal zum Arzt gehst (also mit oder ohne Eigenleistung)??
Wir sind auch durch die Arbeit meinen MAnnes versichert. Zahlen $200 deductible per Jahr fuer uns Beide und $15 co-pay per Arzt Besuch.
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