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Durch die derzeitige Krise im Immobilienbereich (ist ja allseits bekannt), sind auch hierzulande die Zeitungen voll von artikeln, die Europäern zu einem Investment in den USA raten. Es sei jetzt ein äußerst günstiger Markt für gewerbliche Vermieter, denn die aus ihren ehemaligen Eigenheimen Vertriebenen müssten ja wo wohnen und daher sei der Markt jetzt günstig für Vermietungen. einerseits stimmt es zwar, die Anzahl der bewohner ist ja nicht geschrumpft, doch andererseits denke ich mir, dass jene, die die Kreditraten nicht mehr aufbringen konnten, wohl kaum Geld für die Miete haben.
Jedenfalls würden mich eure Meinungen interessieren. Die amerikanischen Makler meinen zwar auch, jetzt sei die Zeit zum Aufkaufen und Vermieten, doch die sind wohl eher an einem Geschäftsabschluss interessiert und ob das dann auch leicht vermietbar ist, ist denen dann wohl auch egal, die Provision haben sie ja bereits kassiert. Ich habe hier in Ö einen recht guten Einblick was Vermietungen betrifft, kann aber die Situation für den Vermieter in den USA schwer einschätzen. Was nützt es mir, wenn ich jetzt billigst Objekte "zusammenkaufen" kann, die ich dann nicht vermieten kann? Wie ist also die wirkliche Situation auf dem Mietmarkt? Vielleicht hat jemand gute Ideen dazu. Bin auch durchwegs offen für äußerst kritische Kommentare, denn ich sehe die Situation nicht so "euphorisch", wie hier geschildert wird (die Europäer werden mit eigenen Bussen durch die Wohnsiedlungen gekarrt und kaufen hier alles zusammen. Ok, kein Problem, ist ja spottbillig, aber was dann tun damit?) |
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Naja, die Immobilienkrise hat sich ja kaum in Apartmenthaeusern abgespielt. Es gibt demnach m.E. relativ wenig foreclosures in diesem Segment.
Wer aber z.B. ein Einfamilienhaus im foreclosure-process erwirbt, mit rd. 25 % unter Wert, kann natuerlich mit Vermietung eine deutlich ueberdurchschnittliche Verzinsung erreichen. Von Deutschland aus duerfte es schwierig sein, weil da noch die ganzen Verwaltungskosten hinzukommen. Und wie amerikanische Mieter manchmal ihre Wohnungen verlassen, ist nicht unbedingt mit unserem Begriff "besenrein" gleichzusetzen. Ich denke dass man mit Vermietung schon Geld verdienen kann, wenn man mit mind. 10 Mietobjekten startet und das noetige Anfangskapital hat. (Nicht leihen muss) Gruss DagO |
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Gestern hat Howard Clark gesagt das es eine gute Zeit waere Haueser oder Autos zu kaufen
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Mieter verlieren job, koennen kuendigen oder aus dem Mietvertrag raus und Kaution hinterlassen (und natuerlich damage hinterlassen), umziehen, down sizen. D.h. dass man evtl. Vermieter verliert, wenn diese ihren job verlieren - halt im Vergleich zu foreclosures.
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Hilde in CO ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ In meinem Kopf ist es lustig |
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Ja, erst mal danke für die Antworten.
Das waren auch so meine Gedanken:"Jetzt müssen sie schon in Ö werben, dass sie die Objekte an den Mann kriegen!" Vor allem das Vermieten von Ferienhäusern wird ja als die Goldgrube schlechthin dargestellt. Das mit den 10 Objekten hat schon was Wahres. Ich persönlich habe fast nur Erfahrung mit Wohnungen, da habe ich aber reichlich Erfahrung und im Schnitt sind von ca. 10 Mietern immer 3-4 säumig und einmal pro Monat sitze ich (bzw. ich und mein Mann) am Gericht und beantragen die Zwangsräumung. Daher kann ich mir auch vorstellen, dass das nicht so einfach ist, in Europa zu wohnen und in USA zu vermieten. Aber ich bin immer offen für andere Meinungen und da wollte ich mich mal so "umhören" was ihr dazu denkt. aber meine eigenen Gedanken gehen auch in diese Richtung, das ist ein Null-Summen-Spiel und das im besseren Fall, ansonsten leicht ein Ort um massenhaft Geld zu versenken. |
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Hallo!
Ich betreibe ein Immobilienbüro in Sarasota / Bradenton (Florida / Golfküste). Grundsätzlich empfehlen wir für Europäer als Einstieg Objekte nahe am Wasser oder auf dem Wasser (= vorgelagerte Barrier Island, z.B. Anna Maria Island / Siesta Key) zu kaufen. Je nach Budget. Unser Landkreis (Manatee County) hat beim letzten Immobilienboom zeitlich in Florida eine Art Vorreiterrolle genommen, sowohl was das Rauf als auch das Runter anbetrifft. Dabei hat natürlich die rege Bautätigkeit der letzten Jahre eine nicht unerhebliche Rolle für das "Runter" gespielt. Festzustellen ist, dass Objekte weiter im Landesinneren viel stärker von Zwangsversteigerungen und Wertverfall betroffen sind. Zwar sind auch Objekte in Wassernähe nicht verschont geblieben, speziell wenn man auf den Mondpreisen von 2005 eingestiegen ist. Allerdings zeigt sich hier durchaus schon eine ausgezeichnete Nachfrage. 0815 Objekte im Landesinneren sitzen hingegen wie "Sauerbier". Sie sind reproduzierbar und teilweise im Bauboom auch noch qualitaiv minderwertig erstellt worden. In den nächsten Jahren - mal dahingestellt in welchem Zeitrahmen sich die wirtschaftliche Gesamtlage wieder bessert - wird das Angebot von wassernahen Objekten nicht wesentlich erhöht werden können. Daneben sehen wir eine Reintensivierung von attraktiven Innenstadtlagen, nicht zuletzt durch die höheren Energiepreise. Übrigens: Die Bauträger haben jedoch schon Anträge zur Genehmigung weiterer Neubaugebiete im Landesinneren gestellt. Darüber hinaus stellen wir fest, dass gerade Investoren aus Europa sehr viel Wert auf Flexibilität legen. Sog. Deed Restrictions, d.h. Auflagen die z.B. eine mögliche Vermietung betreffen sind insofern eher hinderlich und jedenfalls vorab zu prüfen. Im Rahmen von Mietkalkulationen muss man klar die eigene Präferenz unterscheiden, strebt man seasonal rental an Urlauber / Snowbirds an, oder annual. Oder ist die Vermietung mehr ein Nebenprodukt zur Eigennutzung? Gut geplante Vermietobjekte hier in FL bringen derzeit durchaus positive Renditen aus den Mieteinahmen. Der nicht unerheblicher Teil des Gewinn wird jedoch im Rahmen des Kaufs- / Verkaufs gemacht werden (bei guter Planung). Hierbei ist eine Kenntnis des lokalen Marktes sowie die Beauftragung eines erfahrenen Maklers zu empfehlen. Oftmals kann die allgemeine Stammtischmeinung als sog. Kontraindikator dienen. Ich hoffe ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht zu haben! Schöne Grüße aus dem sonnigen Florida Axel Mehr allgemeine Infos: Bradenton Real Estate Realtor Weiss & Weiss International Last edited by suffi; 10-16-2008 at 07:31:31 PM. |
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Daneben wurde z.B. Anna Maria Island das letzte Mal vor ca. 85 Jahren von einem Hurricane stärker getroffen. |
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Letztes Jahr haben wir unsere Wohnung fuer $1.550 vermietet und hatten einige Kandidaten, dieses Jahr waren wir froh das wir jemanden fuer $1.400 finden konnten. Die Mortgage ist nicht gesunken aber die Miete
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Hohle Töpfe haben den lautesten Klang! (Shakespeare) |
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Also das wäre von mir nur für´s bloße Vermieten gedacht, wir haben unsere private Unterkunft sowieso schon. Es wäre auch nicht für Urlauber gedacht sondern für "Einheimische" und es wäre in zentralflorida, ich persönlich würde nie an die Küste gehen, eben wegen des Wetters.
Und ich denke eben auch, dass die katastrophalen Verkaufspreise auch auf die Mieteinnahmen drücken und diese auch senken. Das waren meine Überlegungen und ihr habt mich bekräftigt darin. Gekauft ist etwas sehr schnell, nur verwerten muss man das Ganze dann auch und ob das dann so ein geschäft ist, wie´s überall behauptet wird, bezweifle ich. Unter "überall" meine ich weniger die Fernsehsendungen sondern eher die Berechnungen der amerikanischen Makler, die einem schnell vorrechnen wie viel Geld man jedes Monat hereinbekommt und wie bombensicher das ist (Das Leerstandsrisiko und die Kosten für die Verwaltung lassen sie schnell mal "unter den Tisch fallen" ).
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