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Hallo zusammen,
ich bin mit meinem Mann seit 4 Monaten in den USA. Er ist über ein E1-Visum von seinem Arbeitgeber hierher versetzt worden und ich habe ein E1-Spouse Visa. Mittlerweile habe ich auch meine SSN und eine Arbeitsgenehmigung. Ursprünglich war geplant, dass ich mit einem lokalen Vertrag in derselben Firma anfange, aber leider herrscht dort seit kurzem Einstellungsstopp. Ich habe bisher im Bereich Kommunikation gearbeitet (Beratung und Konzeption, aber auch Texten). Da sich jobmäßig nicht viel tut, denke ich darüber nach, mich selbstständig zu machen. Ein paar Kunden hätte ich auch, dank früherer Kontakte. Die sitzen allerdings hauptsächlich in Deutschland. In zwei Wochen habe ich einen Termin mit einem Mentor, der small businesses berät, dann werde ich also zumindest erfahren, wie die Anmeldung eines Gewerbes hier läuft und was ich dazu beachten muss. Bis dahin interessiert mich allerdings brennend, wie das steuerlich läuft, wenn ich meinen Wohnsitz in den USA habe, meine Rechnungen aber in Deutschland stelle und dort auch ein deutsches Geschäftskonto haben werde. Hat da jemand von Euch Erfahrungen in Sachen Mehrwertsteuer und sonstigen Steuern? Wisst ihr eine gute Online-Ressource, wo ich mich vorab erkundigen könnte? Liebe Grüße |
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@Sakemaki
Am besten machst du es so: Du gründest eine Firma in den USA und stellst dann die Rechnungen von dieser Firma aus den USA. Selbstverständlich verfällt dann die MwSt. und du berechnest das deinen Kunden aus Deutschland nicht. Falls du ein deutsches Konto eröffnest, beachte bitte dass es dann auf deine Deutsche Firma läuft. Steuern usw zahlst du ganz legal in den USA. |
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Wie Sunseeker schon sagte, stellst du deinen Kunden in DE eine ganz normale Rechnung von deiner US-Firma aus, ohne Mehrwertsteuer. Du bist in USA steuerpflichtig und versteuerst alles hier. Ist vollkommen unproblematisch.
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Ja, auf keinen Fall in Deutschland eine neue Firma deswegen anmelden oder so.
Ueber die USA zahlst du sogar weniger Steuern, da die Steuern teilweise niedriger sind als in Deutschland. Aber wie gesagt, solange du in den USA lebst, ist alles total easy. Und deine Kunden werden sicher auch keine Probleme damit haben. |
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Hallo zusammen,
ich schließe mich mal an, weil ich genau in der selben Situation bin. Muss man ein Gewerbe anmelden, wenn man sich auf diese Weise selbständig macht, oder legt man einfach los und macht im nächsten Jahr eine entsprechende Steuererklärung? Welches Steuer-Formular muss man verwenden? Danke schonmal! Sandra
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*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Fighting for peace is like ****ing for virginity |
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Hallo,
vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Also, ich melde hier mein Gewerbe an, arbeite hier und schreibe dann für meine Kunden in Deutschland eine Rechnung. Soweit so gut. Kann ich diese Rechnungen auch in Euro schreiben und meine Kunden überweisen auf ein deutsches Konto (wir haben noch ein Konto in D, ich würde für das Geschäft dann ein Unterkonto einrichten) und ich führe meine Steuern dafür trotzdem in den USA ab und berechne keine deutsche Umsatzsteuer? Denn wenn die Deutschen auf mein amerikanisches Konto überweisen müssen, dann fallen ja immer noch jede Menge Bankgebühren an und ich denke, es wäre für alle Beteiligten wesentlich einfacher? @Sumpfmarie - also zumindest in Oregon muss man ein Gewerbe anmelden. So wie ich das verstanden habe, ist das aber relativ simpel, wenn man niemanden einstellt. Wenn die Firma so heißt wie du, dann ist es sogar noch simpler |
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Quote:
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Hallo Mari,
super, das klingt gut. Also angenommen ich arbeite 2 Stunden für die und habe einen Stundensatz von 70 Euro, dann schreibe ich 140 drauf und weiter gar nichts, richtig? Die überweisen auf mein deutsches Konto und gut ist? Ich "muss" aber nichts in die USA transferieren, damit steuerlich alles ok ist, oder? Vielen vielen Dank! |
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Hallo,
Quote:
Ja. Quote:
Allerdings musst Du Dein Euro-Einkommen für Deine jährliche US-Einkommensteuererklärung natürlich in Dollar umrechnen.
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Gruß aus Florida Beate Die Singularform von Visum lautet nicht Visa sondern Visum. |
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Nein, Du musst es nicht transferieren. Aber Du musst es versteuern, denn Du versteuerst Dein Welteinkommen, egal, auf welchen Konten es eingeht.
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Ja, dass ich es versteuern muss, ist klar, aber für uns ist es besser, wenn das Geld in Deutschland verbleibt.
Puh, ich bin froh, dass das nicht so kompliziert zu sein scheint, wie ich ursprünglich dachte Nochmal herzlichen Dank, jetzt kann ich über andere Sachen nachgrübeln (wie zum Beispiel einen schmissigen Firmennamen, hehe) |
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Hallo,
Quote:
Es ist ratsam, zumindest für die erste Steuererklärung einen kompetenten Steuerberater in Anspruch zu nehmen. Der rechnet Dir dann auch aus, wie hoch Deine vierteljährlichen Steuerzahlungen (estimated tax payments) im Folgejahr sein müssen. Quote:
Du musst für Dein Vorhaben übrigens keine Firma gründen, Du kannst auch als Freiberufler (independent contractor) arbeiten. Bei einer Firma wird natürlich noch eine gesonderte Steuerklärung (Corporation Tax Return) und anderer Papierkram fällig.
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Gruß aus Florida Beate Die Singularform von Visum lautet nicht Visa sondern Visum. |
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Marie, wo man da hin muss, kann ich dir nicht genau sagen. Ich lass mich beraten und gehe davon aus, dass man mir das dann alles sagen wird.
Beate - echt? Ich bin davon ausgegangen, dass ich mich als "sole proprietor" anmelden muss. Da muss ich dann mal genau nachfragen. |
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Quote:
Beate hat recht. Du musst keine Firma gründen, und Deine SSN reicht als "Anmeldung" als Einzelperson/Freelancer.
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Nein, ist überhaupt nicht kompliziert, wie du siehst.
Soweit ich weiß, braucht man sich als "sole proprietor" nirgends anzumelden. Ab einem bestimmten Jahreseinkommen lohnt es sich steuerlich, eine Firma anzumelden (to be incorporated), dann haftest du nur mit deinem Firmeneinkommen und nicht mit deinem persönlichen Einkommen. Schau mal erst, was du so verdienst, und dann frage einen Steuerberater diesbezüglich. Wenn man "incorporated" ist, kann man irgendwie mehr absetzen, sich selbst ein Gehalt zahlen (und dieses absetzen) etc. Das bedeutet dann etwas mehr Papierkram, aber was soll's, wenn man weniger Steuern zahlt. Ja, jetzt kannst du dich um dein Marketing und deinen Firmenauftritt kümmern. |
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Hallo,
nochmal danke für Eure Antworten - eine Frage habe ich allerdings noch. Bei einer Rechnungstellung in Deutschland (also von den USA aus), muss ich da eine Steuernummer oder so angeben (also meine SSN?) Meine Kunden müssen mich ja auch irgendwie verbuchen und wenn ich keinerlei Umsatzsteuer und nichts berechne, woher weiß "Vater Staat" denn, dass ich tatsächlich in den USA sitze, zumal ich mich ja auch auf ein deutsches Konto bezahlen lasse. |
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Nein, du brauchst keine Steuernummer anzugeben. Gib ja nicht deine SSN an, gib die wirklich nur dort an, wo du unbedingt musst (wegen Identity Theft)! Die hat auf Rechnungen und so nichts zu suchen. Nur die IRS und gegebenenfalls dein Steuerberater wollen die wissen. Die bist in USA und deine Bank in DE wird dich nach einer gewissen Zeit automatisch zum Steuerausländer machen, damit will das deutsche Finanzamt dann auch nichts von dir.
Ach ja, ich habe gerade einen Brief von der Postbank bekommen, dass ab dem 1.1.09 in DE die Abgeltungssteuer eingeführt wird. Diese gilt wohl für privates Geld, also für Privatkonten. Die Postbank hat mein Privatkonto vor einer Weile automatisch in ein Geschäftskonto umgewandelt, als sie feststellte, dass darauf dauernd Zahlungen von Firmen eingingen. Das ist jetzt ein Glück, denn Produkte, die für die betriebliche Verwendung vorgesehen sind (Wortlaut der PB), unterliegen nicht der Abgeltungssteuer. Also: Wandele dein Konto in ein Geschäftskonto um. Rufe am besten deine Bank an und frage nach. |
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