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Old 11-21-2008, 01:04:03 PM
dylan-marshall's Avatar
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Default Babyklappen auch für Teenager im US-Bundesstaat Nebraska

"Mommy, bitte verlass mich nicht", schluchzt ein zwölfjähriger Junge in der Notaufnahme eines Krankenhauses in der US-Stadt Omaha. Aber es hilft nichts. "Es tut mir wirklich leid", sagt die Mutter, und dann eilt sie aus dem Raum. Zurück bleibt ein Häufchen Elend. Eine Sozialarbeiterin beschreibt diese Szene in den US-Medien. Laut Krankenschwestern haben sich ähnlich herzzerreißende Dramen immer wieder in den vergangenen Monaten ereignet.

Nebraska war neben Alaska der letzte US-Bundesstaat, der ein Babyklappen-Gesetz verabschiedete. Aber wegen Meinungsverschiedenheiten über die Altersgrenze einigte man sich auf einen Kompromiss und schrieb in das Gesetz schlicht das Wort "Kind" hinein, was rechtlich alle Sprösslinge bis 18 Jahren einschließt.

Tatsächlich landeten 35 Kinder auf diese Weise in staatlicher Obhut. Nur waren es keine jungen, verzweifelten und überforderten Mütter, die da ein Neugeborenes ablieferten. Die meisten der bisher abgeladenen Kinder sind Teenager, nach Angaben ihrer Eltern schwer erziehbar oder psychisch krank, nur wenige sind jünger als sechs, kein einziges ist ein Baby.

Söhne und Töchter wurden in Krankenhäusern abgeliefert, in Polizeistationen und in Kirchen. Manche Eltern reisten gar aus anderen Staaten an, fuhren mehr als 15 Stunden lang, um ihre 'Fracht' in Nebraska abzuladen. In einem Fall kamen die Eltern sogar aus dem fernen Florida.

In einem eindringlichen Appel wandte sich Gouverneur Heineman an die Öffentlichkeit: "Bitte bringen sie ihre Teenager nicht nach Nebraska. Das geht doch nicht. Wir alle wissen, dass die Erziehung von Teenagern eine Herausforderung ist, aber man verstößt sie doch nicht einfach."

Die 35 verlassenen Kinder in Nebraska sind in Waisenhäusern untergebracht. Nach rund fünfmonatigen Erfahrungen und weltweiten negativen Schlagzeilen wollen die Gesetzgeber die Regelung ändern. Es soll ein neues Babyklappen-Gesetz verabschiedet werden, das nur noch fuer bis zu 30 Tage alte Säuglinge gelten soll.




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was haltet ihr davon??????
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Old 11-21-2008, 01:21:42 PM
Emmaglamour's Avatar
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Originally Posted by dylan-marshall View Post
"Mommy, bitte verlass mich nicht", schluchzt ein zwölfjähriger Junge in der Notaufnahme eines Krankenhauses in der US-Stadt Omaha. Aber es hilft nichts. "Es tut mir wirklich leid", sagt die Mutter, und dann eilt sie aus dem Raum. Zurück bleibt ein Häufchen Elend. Eine Sozialarbeiterin beschreibt diese Szene in den US-Medien. Laut Krankenschwestern haben sich ähnlich herzzerreißende Dramen immer wieder in den vergangenen Monaten ereignet.

Nebraska war neben Alaska der letzte US-Bundesstaat, der ein Babyklappen-Gesetz verabschiedete. Aber wegen Meinungsverschiedenheiten über die Altersgrenze einigte man sich auf einen Kompromiss und schrieb in das Gesetz schlicht das Wort "Kind" hinein, was rechtlich alle Sprösslinge bis 18 Jahren einschließt.

Tatsächlich landeten 35 Kinder auf diese Weise in staatlicher Obhut. Nur waren es keine jungen, verzweifelten und überforderten Mütter, die da ein Neugeborenes ablieferten. Die meisten der bisher abgeladenen Kinder sind Teenager, nach Angaben ihrer Eltern schwer erziehbar oder psychisch krank, nur wenige sind jünger als sechs, kein einziges ist ein Baby.

Söhne und Töchter wurden in Krankenhäusern abgeliefert, in Polizeistationen und in Kirchen. Manche Eltern reisten gar aus anderen Staaten an, fuhren mehr als 15 Stunden lang, um ihre 'Fracht' in Nebraska abzuladen. In einem Fall kamen die Eltern sogar aus dem fernen Florida.

In einem eindringlichen Appel wandte sich Gouverneur Heineman an die Öffentlichkeit: "Bitte bringen sie ihre Teenager nicht nach Nebraska. Das geht doch nicht. Wir alle wissen, dass die Erziehung von Teenagern eine Herausforderung ist, aber man verstößt sie doch nicht einfach."

Die 35 verlassenen Kinder in Nebraska sind in Waisenhäusern untergebracht. Nach rund fünfmonatigen Erfahrungen und weltweiten negativen Schlagzeilen wollen die Gesetzgeber die Regelung ändern. Es soll ein neues Babyklappen-Gesetz verabschiedet werden, das nur noch fuer bis zu 30 Tage alte Säuglinge gelten soll.

was haltet ihr davon??????
Ich find's unfassbar und extrem abstoßend! Das hat doch mit "Babyklappe" für in Not geratene Jungmütter nichts mehr zu tun und bringt womöglich die Babyklappe als eigentlich hervorragende Einrichtung insgesamt in Verruf.

Spontan kommt mir der superradikale Gedanke, dass man diese "Eltern" (kann man die wirklich so nennen) zwangssterilieren und ihnen auch all ihre anderen Kinder entziehen sollte, ehe sie noch mehr Unheil an Kinderseelen anrichten...
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Old 11-21-2008, 01:23:40 PM
Ezri's Avatar
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Babyklappe find ich gut, was kann die Idee an sich dafür, daß da einige Honks zu doof sind die Sache vernünftig auszuformulieren?
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Old 11-21-2008, 01:45:50 PM
dylan-marshall's Avatar
Viva los tioz
 
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ja eben babyklappe ist auch in ordnung
aber doch nicht eine teenagerklappe
kann doch nicht mein kind nach 14 jahren abgeben und sagen so jetzt hab ich keine lust mehr auf dich.
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Old 11-21-2008, 01:50:20 PM
Emmaglamour's Avatar
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Originally Posted by dylan-marshall View Post
ja eben babyklappe ist auch in ordnung
aber doch nicht eine teenagerklappe
kann doch nicht mein kind nach 14 jahren abgeben und sagen so jetzt hab ich keine lust mehr auf dich.
Das sehe ich auch so.
Und genau solche "Eltern" sind ein wichtiges Argument PRO Schwangerschaftsverhütung, Geburtenkontrolle und Abtreibung. Ich bin echt fassungslos. "So, Sohn, wir fahren jetzt 20 Stunden von Florida nach Nebraska und verstoßen Dich dann dort. Pack Deine Tasche, in 20 Minuten geht's los."
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Old 11-21-2008, 01:51:31 PM
Isuam's Avatar
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Meine Kollegin hat eine 20jaehrige aufgenommen die auf der Strasse gelebt hat mit ihrem Baby. Das Maedel hat einen "psychischen Knacks" seit ihre Mutter sie mit 7 zur Schule brachte mit Koffer und sagte, sie kommt nicht mehr zurueck.

Ich finde sowas furchtbar. Wie kann man sein Kind einfach so nach so vielen Jahren abgeben!? Hat man denn da nicht mal ein Fuenkchen Gefuehle oder Liebe fuer ein Kind auch wenns vielleicht ungewollt war?!
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Old 11-21-2008, 02:03:31 PM
Teriyake's Avatar
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Servas,

das ist doch ein eindeutiges Versagen des Staats. Ich verfolge die Artikel schon seit etlichen Wochen - ein Mann hat glaub ich seine vier oder fuenf Kids auf einmal abgegeben, weil seine Frau gestorben ist, und er nicht klarkam. Dass der Grossteil der Kinder wahrscheinlich eh einen psychischen Knacks oder eine Behinderung hat (und da sind nicht immer die Eltern schuld), ist doch nur ein Zeichen, dass der Staat entweder nicht genuegend Hilfe gibt, oder dass die Leute davon nicht wissen.

Ich glaub nicht, dass die Leute froehlich jubelnd ihre Kids abgegeben haben, sondern das ist ja wohl ein eindeutiger Hilfeschrei, dass sie nicht mehr klarkommen. Und da muss den Eltern halt geholfen werden, denn ich behaupte, dass sie ihre Kinder lieben (sonst waeren sie namlich nicht 20 Stunden von Florida nach NE gefahren, sondern haetten sie einfach totgeschlagen um es bloed auszudruecken...).

Und da hilft auch keine Geburtenkontrolle oder Abtreibung oder Entscheidung fuer-gegen Familie irgendwann in ferner Vergangenheit, aber was machst mit einem Kind, das vielleicht schwerst verhaltensgestoert ist und wo weder die staatlichen Hilsstellen noch Schulen dir in der heutigen Konfiguration helfen (wollen oder koennen)?

EDIT: Ach ja, und noch verschaerfend kommt dazu, dass es heute halt nicht mehr "die Familie" und "die Dorfgemeinschaft" so gibt wie frueher. Das ist nun mal ne Tatsache und auf die muss reagiert werden.

Uebrigens wurde das Gesetz heute nachgebessert, so dass es sich eh in Zukunft wieder erledigt hat.

Vg
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Last edited by Teriyake; 11-21-2008 at 02:12:24 PM.
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  #8 (permalink)  
Old 11-21-2008, 02:16:10 PM
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Ich hab auch einen Artikel darueber gelesen und konnte meinen Augen kaum trauen. Eine Teenagerklappe?! Was kommt als naechstes? Die postnatale Abtreibung?
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  #9 (permalink)  
Old 11-21-2008, 02:25:08 PM
Ezri's Avatar
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Originally Posted by Teriyake View Post
aber was machst mit einem Kind, das vielleicht schwerst verhaltensgestoert ist und wo weder die staatlichen Hilsstellen noch Schulen dir in der heutigen Konfiguration helfen (wollen oder koennen)?

Wer kommt denn schon als schwer verhaltensgestört zur Welt? Da liegt das "Versagen" dann wohl in der unmittelbaren Umwelt (z.B. Eltern) des Kindes.
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  #10 (permalink)  
Old 11-21-2008, 02:53:31 PM
Emmaglamour's Avatar
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Originally Posted by Isuam View Post
Meine Kollegin hat eine 20jaehrige aufgenommen die auf der Strasse gelebt hat mit ihrem Baby. Das Maedel hat einen "psychischen Knacks" seit ihre Mutter sie mit 7 zur Schule brachte mit Koffer und sagte, sie kommt nicht mehr zurueck.
Oh mein Gott, das arme Mädchen! Und Chapeau an die Adresse Deiner Kollegin!

Quote:
Hat man denn da nicht mal ein Fuenkchen Gefuehle oder Liebe fuer ein Kind auch wenns vielleicht ungewollt war?!
Es gibt mehr Eltern, die ihre Kinder nicht lieben, als man vielleicht denken mag. Diese Vorstellung "wenn dein Kind erst auf der Welt ist, dann wirst du es schon lieben" ist in vielen Fällen eben ein Irrglaube, und dann kommt in einigen Fällen so etwas heraus, wie diese Fälle in Nebraska. Weil es aber verpönt ist, Nicht-Liebe fürs "eigene Fleisch und Blut" zuzugeben, leiden da viele Eltern im Stillen. Sooo gesehen kann ich den Wunsch, die Kinder "abzugeben" ja direkt nachvollziehen. Aber das überlegt man sich nicht erst nach 14 Jahren, sondern man kann sein Kind ja direkt nach der Geburt zur Adoption freigeben. Ich find's also nach wie vor unfassbar.

Quote:
Originally Posted by Teriyake View Post
das ist doch ein eindeutiges Versagen des Staats.
Das finde ich zu einfach. Der Staat ist ja nicht derjenige, der schwanger geworden ist und die Kinder geboren und später abgegeben hat. Das waren die Eltern.
Quote:
Dass der Grossteil der Kinder wahrscheinlich eh einen psychischen Knacks oder eine Behinderung hat (und da sind nicht immer die Eltern schuld), ist doch nur ein Zeichen, dass der Staat entweder nicht genuegend Hilfe gibt, oder dass die Leute davon nicht wissen.
Damit setzt Du aber voraus, dass das alles Wunschkinder sind/waren. Und da möchte ich doch Zweifel anmelden.
Quote:
Ich glaub nicht, dass die Leute froehlich jubelnd ihre Kids abgegeben haben,
Das behauptet ja auch keiner. Oder?
Quote:
sondern das ist ja wohl ein eindeutiger Hilfeschrei, dass sie nicht mehr klarkommen. Und da muss den Eltern halt geholfen werden, denn ich behaupte, dass sie ihre Kinder lieben (sonst waeren sie namlich nicht 20 Stunden von Florida nach NE gefahren, sondern haetten sie einfach totgeschlagen um es bloed auszudruecken...).
Das sehe ich auch anders. Wenn Du Dein Kind nicht liebtest und unter der Elternschaft littest und sich Dir drei Optionen darstellten, nämlich (a) die straffreie "Teenagerklappe" 20 Stunden entfernt, (b) Mord, der Dich lebenslang ins Gefängnis oder auf den elektrischen Stuhl bringen würde und (c) weiterhin unglücklich mit Deinem unerwünschten und ungeliebten Balg zusammenzuleben - welche Option würdest Du denn dann wählen? Die 20 Stunden Fahrt wären doch da die einfachste Variante.

Quote:
Und da hilft auch keine Geburtenkontrolle oder Abtreibung oder Entscheidung fuer-gegen Familie irgendwann in ferner Vergangenheit,
Da setzt auch Du voraus, dass das alles Wunschkinder sind/waren und dass diese Kinder geliebt werden/wurden. Ich setze das nicht voraus. Und ich als überzeugte Nicht-Mutter höre mir seit über 20 Jahren an "Wenn du erst einmal ein Kind hast, dann wirst du es auch lieben" - dabei weiß ich, dass das nicht der Fall wäre und ich kenne Eltern, die ihre Kinder nicht lieben. Das sind kreuzunglückliche Familien, und wer vorher schon weiß, dass er nicht Mutter oder Vater sein möchte, der sollte auch die Möglichkeit bekommen, das entsprechend zu verhindern.

Quote:
aber was machst mit einem Kind, das vielleicht schwerst verhaltensgestoert ist und wo weder die staatlichen Hilsstellen noch Schulen dir in der heutigen Konfiguration helfen (wollen oder koennen)?
Kinder werden doch aber nicht verhaltensgestört geboren. Der Verhaltensstörung ist doch wohl normalerweise ein unglückliches Familienleben vorausgegangen, oder nicht?

Quote:
EDIT: Ach ja, und noch verschaerfend kommt dazu, dass es heute halt nicht mehr "die Familie" und "die Dorfgemeinschaft" so gibt wie frueher. Das ist nun mal ne Tatsache und auf die muss reagiert werden.
Da darf man doch aber die Eltern nicht aus der Verantwortung nehmen. Die wissen doch vorher, ob sie ausreichend Familien-/Dorfmitglieder haben, die nötigenfalls helfend eingreifen oder nicht, und die sind ebenfalls in der Verantwortung, sich um staatliche oder sonstige Hilfen zu informieren und diese nötigenfalls in Anspruch zu nehmen.

Quote:
Uebrigens wurde das Gesetz heute nachgebessert, so dass es sich eh in Zukunft wieder erledigt hat.
Immerhin eine positive Nachricht.
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Old 11-21-2008, 03:24:04 PM
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Originally Posted by Teriyake View Post
Servas,

das ist doch ein eindeutiges Versagen des Staats. Ich verfolge die Artikel schon seit etlichen Wochen - ein Mann hat glaub ich seine vier oder fuenf Kids auf einmal abgegeben, weil seine Frau gestorben ist, und er nicht klarkam. Dass der Grossteil der Kinder wahrscheinlich eh einen psychischen Knacks oder eine Behinderung hat (und da sind nicht immer die Eltern schuld), ist doch nur ein Zeichen, dass der Staat entweder nicht genuegend Hilfe gibt, oder dass die Leute davon nicht wissen.

Ich glaub nicht, dass die Leute froehlich jubelnd ihre Kids abgegeben haben, sondern das ist ja wohl ein eindeutiger Hilfeschrei, dass sie nicht mehr klarkommen. Und da muss den Eltern halt geholfen werden, denn ich behaupte, dass sie ihre Kinder lieben (sonst waeren sie namlich nicht 20 Stunden von Florida nach NE gefahren, sondern haetten sie einfach totgeschlagen um es bloed auszudruecken...).

Und da hilft auch keine Geburtenkontrolle oder Abtreibung oder Entscheidung fuer-gegen Familie irgendwann in ferner Vergangenheit, aber was machst mit einem Kind, das vielleicht schwerst verhaltensgestoert ist und wo weder die staatlichen Hilsstellen noch Schulen dir in der heutigen Konfiguration helfen (wollen oder koennen)?

EDIT: Ach ja, und noch verschaerfend kommt dazu, dass es heute halt nicht mehr "die Familie" und "die Dorfgemeinschaft" so gibt wie frueher. Das ist nun mal ne Tatsache und auf die muss reagiert werden.

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Waren das nicht eher an die 8 Kinder? Und ich kann die Leute verstehen.
Es heisst laufend, man darf dies nicht tun, das nicht tun, sonst wird man bestraft. Dazu sieht man in den Talkshows wie Kinder mit 12 Jahren oft mit ihren Eltern reden, unmoeglich kann man da nur sagen. Das solche Eltern nicht mehr koennen, ist mir klar.
Wir sagten schon vor 10 Jahren, wenn der Staat ueberall mit hinein reden will, soll er doch gleich die Kinder nehmen und erziehen. Jetzt bekommt er sie, nebenbei gesagt, wurde das Gesetz jetzt geaendert und man kann keine aelteren Kinder mehr abgeben. Steht heute auf Yahoo.
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Old 11-21-2008, 03:33:11 PM
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Originally Posted by Inge_je View Post
Es heisst laufend, man darf dies nicht tun, das nicht tun, sonst wird man bestraft. Dazu sieht man in den Talkshows wie Kinder mit 12 Jahren oft mit ihren Eltern reden, unmoeglich kann man da nur sagen. Das solche Eltern nicht mehr koennen, ist mir klar.
Wir sagten schon vor 10 Jahren, wenn der Staat ueberall mit hinein reden will, soll er doch gleich die Kinder nehmen und erziehen.
Die Aussage verstehe ich nicht. Wo redet der Staat denn den Eltern in die Kindererziehung hinein und verbietet eine gute Erziehung? Wenn Kinder so frech und aufmüpfig sind, dann liegt das ja normalweise an einem Mangel an Erziehung und daran, dass Eltern ihren Kindern keine Grenzen setzen und sie nicht konsequent erziehen, und dass gute Erziehung von staatlicher Seite her verboten wäre, das habe ich nun noch nirgendwo gesehen. Ich glaube, ich verstehe also nicht wirklich, was Du genau meinst.
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Old 11-21-2008, 03:41:43 PM
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Ich versteh Inge's posting auch nicht. Es bleibt doch jedem selber ueberlassen wie er sein kind erzieht. Oder wurde dir immer dazwischen gefunkt als du deine Kinder erzogen hast?

Erklar das doch mal genauer *gruebel*

Ich finde solche Eltern einfach zum abschiessen. Anstelle die schuld an sich selber zu suchen, wird das schwer zu erziehende Kind einfach abgeschoben? Ist ja fast so schlimm wie die Maedchen abgeschoben werden in einigen Laendern nur wegen ihrem Geschlecht
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Old 11-21-2008, 03:52:05 PM
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Emma, wenn du deinen Kind einen Klaps auf den Hintern gibst, kannst du verhaftet werden, ich rede nicht einmal von Schlagen, davon halte ich nichts. Ernaehrst du dein Kind laut Schule nicht richtig, wirst du in die Schule eingeladen, auch bei schlechten Noten, Benehmen usw. Der Staat redet doch laufend hinein was man tun und lassen darf mit Kindern. Meiner Bekannten wurde das Kind abgenommen weil ihr Mann seine Tabletten an einem Tag nicht nahm und er auf der Strasse herum irrte, ihr wurde gesagt sie bekommt das Kind nur wenn sie sich scheiden laesst. Worauf sie die Scheidung einreichte, das Kind ist heute ein Teenie, sie nahm die Scheidung zurueck zog in einen anderen Staat, das Kind ist normal und der Vater hat sich nie an dem Kind vergriffen oder so. Aber der Staat bestimmte, ein kleines Maedchen lief bei uns die Strasse hinunter, schloss die Tuer nachts auf, wurde vom CPS behalten. Wird erst nach deren Untersuchungen zurueck gegeben. Meine sind in D. auch einmal frueh morgens "einkaufen" gegangen, die Polizei brachte sie zurueck. Im Schlafanzug, damals war das kein Problem heute behalten sie die Kinder wegen Vernaechlaessiggung.
Es gibt soviele Vorschriften und so weiter, sollen sie sich um die Kinder kuemmern.
Nebenbei gesagt, stimme ich dir zu, die Kinder die man oft mit 10 sieht,, haben leider keine Erziehung genossen. Wir sind woechentlich als Volunteers ins Youth Prison und mir tat es ins Herz weh die Kleinen mit 8 oder 9 Jahren dort zu sehen. Die sahen immer so verloren aus. Wie oft weinten die 12 jaehrigen sich an meiner Schulter aus. Ich haette oft selbst heulen koennen. Aber ich verstehe die Leute, irgend wann koennen die nicht mehr, sind ueberfordert und da es moeglich ist die Kinder abzugeben, tun sie das. Glaub nicht das die es sich einfach machten.
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  #15 (permalink)  
Old 11-21-2008, 03:56:41 PM
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Originally Posted by Inge_je View Post
Ernaehrst du dein Kind laut Schule nicht richtig, wirst du in die Schule eingeladen, auch bei schlechten Noten, Benehmen usw.
Und was ist so schlecht dabei? Die wollen halt das die Kinder sich gesund ernaehren. Andersrum meckern Eltern wenn die Kids nur junk essen. Und wieso sollte die Schule dich nicht einladen wenn ein schlechtes benehmen vorliegt? Stoert doch den rest der Klasse UND der Schule auch? Und bei schlechten Noten? Die moechten halt wissen wieso und wollen schauen ob es an was bestimmten liegt. Also soooo schlimm ist das doch garnicht?
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  #16 (permalink)  
Old 11-21-2008, 04:00:58 PM
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Hier mal ein paar konkrete Faelle bzw. Fakten zu den Nebraska Faellen:

Parents' despair is left at Nebraska's doorstep - Los Angeles Times

A majority of the children are older than 13 and have a history of being treated for mental-health issues. Nearly every abandoned child came from a single-parent household. In September, one father walked into a hospital and left nine children, ages 1 to 17. He reportedly told hospital workers that he'd been overwhelmed since his wife died a few days after their youngest was born.
(Quelle: The Abandoned Children of Nebraska - TIME)

Der erste Artikel beschreibt uebrigens genau den Fall einer Mutter, die ein Kleinkind einer drogensuechtigen Frau bei sich aufgenommen hat, das offensichtlich schwere Probleme hat...ich wuerde es mir nicht zutrauen, und bin mir nicht sicher, ob es nicht vereinfacht gesehen wird "Ihr habt ein Kind bekommen, jetzt kuemmert euch auf Gedeih und Verderb darum, auch wenn der Rest der Familie daran leidet und alle danach psychisch nicht mehr ganz sind".

Und ich behaupte jetzt mal einfach frech, dass natuerlich auch Familiensachen eine Rolle spielen, aber bei vielen psychischen Krankheiten sind die Ursachen schlicht und einfach nicht genuegend erforscht, dass es fuer mich reicht "Na, da muessen die Eltern halt durch".

Und was heisst "abgeschoben"? Vielleicht bekommt das Kind dadurch dann die medizinische, psychologische und soziale Unterstuetzung, die es braucht, und die ihm die Eltern aus verschiedenen Gruenden (Armut, selbst emotionale Probleme etc.) nicht geben koennen.

Das Safe-Haven-Law hat doch in Wahrheit nur extrem aufgezeigt, was Jugendaemter schon laengst haetten machen muessen - naemlich die Kinder aus den Familien nehmen und entsprechend/besser versorgen. Dass die Eltern das gemacht haben *und sicher war es fuer viele sehr bequem, zum naechsten Krankenhaus zu fahren, wenn "der Affe" mal wieder muehsam war, aber von denen mag ich hier gar nicht sprechen, denn da stimme ich mit euch voll ueberein* zeigt fuer mich nur, dass sie extrem verzweifelt sind, und diese Situation fuer eine Familie, dass es so weit kommt, mag ich mir nicht vorstellen.

Vg
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  #17 (permalink)  
Old 11-21-2008, 04:11:38 PM
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Nebenbei gesagt, musste meine Bekannte 20000$ fuer Anwalt ausgeben um ihre Tochter wieder zu bekommen, plus die eingeleitete Scheidung.
Wenn das CPS einen in die Finger bekommt, kommt man nicht mehr so schnell los davon.
Mein aeltester Sohn warf in D. immer sein Pausebrot weg und bettelte in der Schule, ich wusste nichts davon bis mir das Sozialamt auf der Matte stand weil ich angeblich meine Kinder nicht richtig ernaehrte. Da kam dann heraus das er sein Brot immer weg warf und ich von der Lehrerin angezeigt wurde. Er waere zu blass und zu duenn. Ich ging zum Kinderarzt und lies mir ausstellen das er gesund waere, der Arzt meinte, nicht jedes Kind ist dick.
Von da an bekam ich immer Besuch von denen alle paar Wochen. Mich nervte das, also zogen wir um steckten die Jungs in die Ami Schule und hatten keine Probleme mehr. Aber nicht jeder kann das machen.
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  #18 (permalink)  
Old 11-21-2008, 09:55:36 PM
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Originally Posted by Emmaglamour View Post
Spontan kommt mir der superradikale Gedanke, dass man diese "Eltern" (kann man die wirklich so nennen) zwangssterilieren und ihnen auch all ihre anderen Kinder entziehen sollte, ehe sie noch mehr Unheil an Kinderseelen anrichten...
Wenn ich sowas lese, kommen mir "spontan" noch ganz andere "superradikale" Gedanken...

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das ist doch ein eindeutiges Versagen des Staats. Ich verfolge die Artikel schon seit etlichen Wochen - ein Mann hat glaub ich seine vier oder fuenf Kids auf einmal abgegeben, weil seine Frau gestorben ist, und er nicht klarkam. Dass der Grossteil der Kinder wahrscheinlich eh einen psychischen Knacks oder eine Behinderung hat (und da sind nicht immer die Eltern schuld), ist doch nur ein Zeichen, dass der Staat entweder nicht genuegend Hilfe gibt, oder dass die Leute davon nicht wissen.

Ich glaub nicht, dass die Leute froehlich jubelnd ihre Kids abgegeben haben, sondern das ist ja wohl ein eindeutiger Hilfeschrei, dass sie nicht mehr klarkommen. Und da muss den Eltern halt geholfen werden, denn ich behaupte, dass sie ihre Kinder lieben (sonst waeren sie namlich nicht 20 Stunden von Florida nach NE gefahren, sondern haetten sie einfach totgeschlagen um es bloed auszudruecken...).

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USA-Guru
 
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Originally Posted by ranita View Post
Wenn ich sowas lese, kommen mir "spontan" noch ganz andere "superradikale" Gedanken...
Jaja, wahre Schönheit kommt von innen ...
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Nein, ich bin nicht die Signatur. Ich putze hier nur.
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